Arbeitspakete des Projektes

Analyse der Rahmenbedingungen

  • Analyse der Berufsbildungssysteme im Hinblick auf die duale Ausbildung.
  • Analyse der Trainingsprozesse, die in der beruflichen Bildung implementiert sind mit dem Schwerpunkt auf den Anforderungen im Unternehmen; Instrumente für die Qualitätssicherung der Ausbildung; management und Verbreitung von Methoden arbeitsplatznahen Lernens; Instrumente für die Einbindung lokaler Stakeholder; Instrumente zur Förderung dualer Ausbildungen; Materialien für die Entwicklung von Ausbildungswegen für benachteiligte Zielgruppen
  • Identifikation von Fallstudien in Partnerregionen im Hinblick auf Qualität und Innovation.

Ziele:

– Untersuchung der allgemeinen Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung in den Partnerländern mit Berücksichtigung spezieller Unterschiedsmerkmale.

– Erhöhung der Anzahl an vermittelnden Einrichtungen in Partnerregionen, die als Ansprechpartner für KMU zur Verfügung stehen, um duale Ausbildungen zu fördern und die Einführung dualer Ausbildungen zu erleichtern.

Methoden:

– Schreibtischanalyse (Veröffentlichungen, Erhebungen etc.)
– Interviews mit relevanten Stakeholdern
– Durchführung von Umfragen unter Unternehmen

Output: Umfassende Analyse der Rahmenbedingungen

Das Dokument  fasst die Ergebnisse der Umfragen, Interviews und der Schreibtischanalyse zusammen und beinhaltet außerdem eine vergleichende Datenanalyse als Grundlage für die weiterführenden Arbeitspakete. Mit anderen Worten: das Dokument skizziert eine Road Map (Leitfaden) für die Einbindung vermittelnder Einrichtungen in den Partnerregionen und hebt Strategien hervor, die kurz und mittelfristig genutzt werden können, um die duale Ausbildung zu fördern.

Kapazitätsaufbau und Bewußtseinsbildung

  • Entwicklung von Leitfäden zur Förderung und Verbreitung dualer Ausbildungen in den Partnerregionen
  • Entwicklung möglicher Qualifizierungen für die Mitarbeiter in vermittelnden Einrichtungen

Ziele:

– Kapazitätsaufbau bei vermittelnden Einrichtungen (Personal)
– Nachhaltiger Kapazitätsaufbau im Netzwerk vermittelnder Einrichtungen

Methoden:

Basierend auf den Ergebnissen des Arbeitspaketes 2 werden verschiedene Materialien entwickelt, die dazu dienen, Mitarbeiter zu qualifizieren, um KMU bei der Einführung von dualen Ausbildungen zu unterstützen.

Output:
Ein „Werkzeugkasten“ mit Webinars, Dokumenten, Fallstudien etc. sowie regionale Kooperationsverträge unter vermittelnden Einrichtungen mit dem Ziel der Förderung dualer Ausbildungen.

 ÖSTERREICHER TERRITORIALPAKTE

LINZ, Oberösterreich

Lokale Vereinbarung zur Optimierung der Lehrlingsausbildung in Oberösterreich

Die lokale Vereinbarung zur Förderung der Lehrlingsausbildung in oberösterreichischen Unternehmen zielt auf die Qualitätsoptimierung vom Ausbildungspersonal ab. Dies soll durch gezielte Weiterbildungen von Lehrlingsausbildern und Lehrlingsausbilderinnen erfolgen.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass in Österreich solche Vereinbarungen für Arbeit und Qualität, sowie für die Lehrlingsausbildung, bereits seit vielen Jahren existieren (https://www.land-oberoesterreich.gv.at/101925.htm; https://www.esf.at/wp-content/uploads/2017/07/TEP_2010_web.pdf). Die neu ausgehandelten Kooperationen beziehen sich lediglich auf kleine Ergänzungen und sind speziell auf das Ausbildungspersonal ausgerichtet.

Vereinbarung 1

Die erste Vereinbarung wurde zwischen dem BFI und dem Land Oberösterreich (Abteilung für Wirtschaft und Forschung) sowie dem Unternehmen XXXLutz abgeschlossen. Diese befähigt das BFI gezielte Weiterbildungen für Lehrlingsausbilder zu verwirklichen.

Vereinbarung 2

Bei der zweiten Vereinbarung (abgeschlossen zwischen dem BFI, der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wels sowie dem Unternehmen XXXLutz) handelt es sich um die konkrete Realisierung des Seminars. Die beiden Partner unterstützten das BFI das Training als Pilot durchzuführen.

DEUTSCHE TERRITORIALPAKTE

HAMBURG, Deutschland
Ausbildungsplätze in kleinen Unternehmen generieren

Im August 2018 unterzeichneten die BSW Hamburg-Eimsbüttel, Grone Netzwerk und die Mobilitätsagentur Arbeit und Leben Hamburg einen Territorialpakt mit dem Ziel, die Zahl der Ausbildungsplätze für schwache Schüler in Hamburg zu erhöhen. Die Erfahrungen zeigen, dass vor allem kleine Unternehmen relativ schwache Schüler aufnahmen. Im Gegensatz zu großen Unternehmen sind sie eher bereit, diesen Schülern eine Chance zu geben. Die drei Stakeholder einigten sich daher auf eine Kampagne für kleine Unternehmen. Im Fokus stehen deshalb zum einen Unternehmen, die Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitung in dualer Form (AV dual oder Hamburger Modell) angeboten haben. Zum anderen werden Unternehmen angesprochen, die schon Ausbildungsplätze anbieten, aber keine oder keine guten Bewerber*innen finden. Für diese Firmen sind z.B. AV dual oder die Einstiegsqualifizierung, also Langzeitpraktika, eine Möglichkeit, Bewerber*innen über einen längeren Zeitraum zu qualifizieren. In jedem Fall wird für die duale Ausbildung selbst eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten angeboten, die den Betrieben zur Verfügung stehen, um erfolgreich zu qualifizieren.

Umsetzung der Strategie

 

  • Entwicklung eines Marketingplans, der auf die Einbindung vermittelnder Einrichtungen abzielt, die die Verbreitung dualer Ausbildung beeinflussen können; Verbesserung der Darstellung und Sichtbarkeit von Unternehmen, die sich durch eine hervorragende Ausbildung auszeichnen; Förderung von Methoden und Instrumenten, die Unternehmen ermutigen, duale Ausbildungen einzuführen
  • Implementierung des Marketingplans und der entsprechenden Instrumente, insbesondere durch eine Webplattform, über die Informationen angeboten werden, um KMU zu überzeugen duale Ausbildungen zu nutzen.

Ziele:

Entwicklung und Einführung einer Promotionskampagne, um die Nutzung von dualen Ausbildungen auf Seiten von KMU zu erleichtern.

ÖSTERREICHER LOKALE VERANSTALTUNGEN

SOFIA, 6-8 Juni 2018 – Projektpräsentation auf der EVBB-Konferenz

Der Europäische Verband Beruflicher Bildungsträger EVBB ist ein Dachverband, der die Zusammenarbeit von Bildungsträgern in ganz Europa fördert. Dieses Netzwerk besteht seit mehr als 25 Jahre und das BFI OÖ ist darin seit 2004 Mitglied.

Die diesjährige Internationale Konferenz fand im Juni 2018 in Sofia statt und befasste sich mit dem Schwerpunktthema „Arbeitsplätze für die Zukunft: Smarte Berufliche Aus- und Weiterbildung und weitere Bildungsmodelle für die Wirtschaft im Kontext digitaler Entwicklungen“.

Am ersten Konferenztag folgte der Begrüßung durch die offiziellen RepräsentantInnen Bulgariens sowie Statements von VertreterInnen der Europäischen Kommisssion auch ein Grundsatzreferat der Wirtschaftsdelegierten der WKO in Bulgarien, Mag.a Ulrike Straka. Anschließend präsentierten Bildungseinrichtungen aus allen Mitgliedsstaaten innovative Projekte. Auch das BFI hat sich aktiv beteiligt und drei auf das Thema bezogene EU-Projekte vorgestellt, welche auf großes Interesse gestoßen sind.

Marina Stanic stellte das Erasmus KA 3-Projekt „Set App – Supporting Enterprises Towards Apprenticeship“ vor, welches darauf abzielt, Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) in Frankreich und Italien bei der Implementierung (von Elementen) des Dualen Ausbildungssystems nach deutschem und österreichischem Vorbild zu unterstützen. Im Zuge dessen wurden beispielsweise in jedem Land regionale Beschäftigungspakte entwickelt und von den Systempartnern unterzeichnet.  Auch zukünftige Ausbildungsberufe stehen als mögliche Vorzeigemodelle im Fokus dieses  Projektes – daher wurde der neue Lehrberuf „E-Commerce Kaufmann/frau“ präsentiert und zur Diskussion gestellt.

AGATHA, 4-5 Mai 2018 – Projektpräsentation bei einem Seminar für firmeninterne Tutoren

Das Seminar richtete sich an Lehrlingsausbilder aus verschiedenen Branchen und diente als Auffrischung in den Bereichen Arbeitsrecht und Mitarbeiterführung. Ein weiterer wesentlicher Punkt der Agenda war „das Duale System in Europa“ wo es darum ging den Teilnehmern näher zu bringen wie sich das ihnen gut bekannte duale Modell in anderen EU-Ländern entwickelt hat und was die Zukunftspläne sind.

In diesem Zusammenhang wurde das Projekt Set App vorgestellt und im Anschluss diskutiert. Aufgrund des großen Interesses an diesem Thema, der Rückmeldungen und der Fragen der Teilnehmer – ging klar hervor, dass ihnen die Unterschiede im Lehrlingsausbildungssytem in Europa nicht bewusst waren.

DEUTSCHE LOKALE VERANSTALTUNGEN

HAMBURG, 12 November 2018

Am 12.11.2018 fand in den Räumen des Projektpartners Grone Netzwerk eine Veranstaltung mit 30 Unternehmensvertretern statt. Als Referent*innen sprachen ein Vertreter der Jugendberufsagentur in Hamburg, eine Vertreterin des HIBB und eine Vertreterin der Arbeitsagentur zu den Förderprogrammen für die duale Ausbildung. Darüber hinaus waren 5 Auszubildende anwesend, die über ihre Erfahrungen mit den Förderprogrammen informierten. Im Rahmen einer Plenumsdiskussion wurden sie und ihre Ausbilder*innen vom Publikum befragt.

Es entspann sich eine so lebhafte Diskussion, dass die geplante Veranstaltungsdauer verlängert werden musste. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martina Borgwardt, der Projektverantwortlichen von Grone Netzwerk.

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